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Studienplatztausch Medizin: Kosten und Abzocke-Warnung

Ein Schutzschild mit durchgestrichener Münze in einer Hand — Warnung vor Bezahlangeboten.

Ein Studienplatztausch im Medizinstudium kostet dich bei den Hochschulen in der Regel nichts – und bei uns ist er komplett kostenlos. Trotzdem kursieren immer wieder Angebote, bei denen Geld für einen angeblichen “Tauschplatz” verlangt wird. Diese Seite erklärt, was ein Tausch tatsächlich kostet, und warum du bei Geldforderungen sofort misstrauisch werden solltest.

Was kostet der Tausch an den Universitäten?

Nach den uns vorliegenden Informationen der Hochschulen fällt für die Bearbeitung eines Tauschantrags in aller Regel keine gesonderte Gebühr an. Die üblichen Rückmelde- und Semesterbeiträge musst du ohnehin zahlen, unabhängig davon, ob du tauschst oder nicht – das ist keine Tauschgebühr, sondern der normale Semesterbeitrag jeder Hochschule. Ob einzelne Universitäten für die reine Antragsbearbeitung ausnahmsweise eine geringe Verwaltungsgebühr erheben, ist uns nicht abschließend bekannt; frage das im Zweifel direkt beim Studierendensekretariat deiner Zieluniversität nach, bevor du deinen Antrag stellst.

Was kostet es bei uns?

Die Nutzung unseres Portals ist und bleibt kostenlos – die Suche nach passenden Uni-Informationen, unser Chancen-Rechner und das Eintragen eines eigenen Tauschgesuchs verursachen für dich keine Kosten. Aktuell sind bei uns 489 öffentliche Tauschgesuche aus der Humanmedizin (Stand: 03.08.2026) einsehbar, alle ohne Registrierungszwang und ohne versteckte Gebühren.

Die große Warnung: Zahl niemals für einen “Tauschplatz”

Ein Studienplatz ist nicht käuflich. Studienplätze in der Medizin werden zentral über hochschulstart.de vergeben beziehungsweise von den Hochschulen selbst verwaltet – eine Privatperson kann dir keinen Studienplatz “verschaffen” oder verkaufen, auch nicht im Rahmen eines Tauschs. Ein Studienplatztausch läuft ausschließlich über die offiziellen Verfahren der beteiligten Universitäten. Niemand kann dir gegen Geld einen Tausch garantieren, einen Tauschpartner “reservieren” oder eine Genehmigung versprechen, die er oder sie gar nicht erteilen kann.

Wer trotzdem Geld für einen vermeintlichen Tauschplatz oder eine “sichere” Vermittlung verlangt, handelt in aller Regel unseriös. Je nach Ausgestaltung kann ein solches Angebot auch strafrechtlich relevant sein, etwa als Betrug – das im Einzelfall zu beurteilen, ist Sache der Strafverfolgungsbehörden, nicht dieser Seite. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung; wende dich bei einem konkreten Verdacht an die Polizei oder eine Verbraucherzentrale.

Warum Geld ohnehin nichts an der Genehmigung ändert

Selbst wenn du dich auf eine Zahlung einließest, würde das an der eigentlichen Hürde nichts ändern: Ein Studienplatztausch braucht in jedem Fall die Zustimmung beider beteiligten Universitäten. Wie im Ratgeber zur Rechtslage beim Studienplatztausch erklärt, liegt diese Entscheidung im Ermessen der Hochschulen – keine private Zahlung an wen auch immer kann diese Genehmigung ersetzen oder erzwingen. Wer dir gegen Geld einen “sicheren” Tausch verspricht, verspricht dir etwas, das er oder sie gar nicht in der Hand hat.

Das gilt genauso beim Ringtausch mit drei oder mehr Beteiligten: Auch hier braucht jeder einzelne Wechsel innerhalb der Kette die Zustimmung der jeweils betroffenen Universitäten. Es gibt keinen Grund, warum eine Person in einer Tauschkette an eine andere zahlen sollte – alle profitieren gleichermaßen davon, dass am Ende jede und jeder einen neuen, gleichwertigen Studienplatz bekommt.

Warnsignale, an denen du unseriöse Angebote erkennst

  • Vorkasse. Es wird Geld verlangt, bevor überhaupt ein offizieller Tauschantrag bei den beteiligten Universitäten gestellt wurde. Ein seriöser Tauschpartner hat kein Interesse daran, dir vorab Geld abzunehmen – er oder sie profitiert selbst erst vom erfolgreichen Tausch.
  • Private Zahlungen. Die Zahlung soll an ein privates Konto gehen statt an eine Hochschule – seriöse Verfahren laufen ausschließlich über die Studierendensekretariate, nicht über Privatpersonen. Ein offizielles Verfahren kennt keine Zahlung zwischen den Tauschpartnern.
  • “Vermittlungsgebühren.” Eine Privatperson oder ein dubioser Vermittlungsdienst verlangt eine Gebühr dafür, dir einen Tauschpartner zu “vermitteln” oder zu “garantieren”. Seriöse Vermittlung – wie über unser Portal – ist kostenlos.
  • Druck und Geheimhaltung. Angebote, die zeitlich unter Druck setzen (“nur heute”, “nur für dich”) oder darum bitten, den Kontakt nicht mit anderen zu teilen oder nicht öffentlich zu machen.
  • Intransparente Kanäle. Kontaktaufnahme über anonyme Kleinanzeigen oder private Chatgruppen, ohne dass sich Identität, Immatrikulation oder der tatsächliche Studienplatz der Gegenseite überprüfen lassen.
  • Unrealistische Garantien. Zusagen wie “dein Tausch klappt zu 100 Prozent” oder “ich kann dir jede Uni besorgen” – kein seriöser Tauschpartner und kein seriöses Portal kann eine Genehmigung der Hochschulen garantieren, weil diese allein in deren Ermessen liegt.

Wie du eine Gegenseite seriös prüfst

Bevor du einen Tausch konkret angehst, kannst du dich auch ohne Geldfluss absichern: Lass dir die Immatrikulationsbescheinigung und den Zulassungsbescheid der Gegenseite zeigen, kommuniziere zusätzlich über die offiziellen Kanäle der beteiligten Studierendensekretariate und lass dir nichts versprechen, was nur die Hochschule selbst genehmigen kann. Ein Tauschpartner, der sich weigert, diese Basisinformationen zu teilen, ist ein Warnsignal für sich – unabhängig davon, ob Geld verlangt wird oder nicht.

Was tun, wenn dir ein solches Angebot begegnet?

Leiste keine Zahlung und brich den Kontakt ab, sobald Geld ins Spiel kommt – auch wenn das Angebot auf den ersten Blick verlockend wirkt, weil es dir eine schnelle Lösung für einen dringenden Wechsel verspricht. Sichere die Kommunikation, zum Beispiel per Screenshot, für den Fall, dass du später Anzeige erstatten möchtest. Notiere dir außerdem, über welchen Kanal und unter welchem Namen dich das Angebot erreicht hat.

Bei einem konkreten Verdacht auf Betrug kannst du dich an die Polizei oder eine Verbraucherzentrale wenden; beide können einschätzen, ob ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt, und dir sagen, welche Schritte sinnvoll sind. Wenn dir ein solches Angebot im Zusammenhang mit unserem Portal begegnet, melde es uns gern, damit wir andere Studierende davor warnen und das Angebot gegebenenfalls entfernen können. Im Zweifel gilt: Ein echter Studienplatz lässt sich nicht per Überweisung sichern, egal wie dringend die Situation gerade erscheint.

Warum Hochschulen selbst ausdrücklich nach Geld fragen

Dass ein finanzieller Ausgleich beim Tausch nicht vorgesehen ist, zeigt sich auch an den offiziellen Verfahren: Die Universität Hamburg verlangt in ihrem Tauschantrag beispielsweise eine unterzeichnete Erklärung, dass mit dem Tausch kein finanzieller Ausgleich verbunden ist. Das ist kein Zufall, sondern ein deutliches Signal, dass Hochschulen Geldflüsse zwischen Tauschpartnern als Problem einstufen – nicht als Kavaliersdelikt. Wenn du selbst überlegst, einer Gegenseite Geld anzubieten, um deinen Tausch attraktiver zu machen, riskierst du damit im Zweifel die gesamte Genehmigung: Fliegt eine solche Zahlung auf, kann das als Verstoß gegen die wahrheitsgemäße Erklärung gewertet werden und den Tausch für beide Seiten gefährden.

Ein Wechsel hat immer einen persönlichen Grund – kein finanzieller

Wer den Studienort wechseln möchte, hat dafür fast immer einen persönlichen oder fachlichen Anlass: die Nähe zu Familie oder Partnerin beziehungsweise Partner, ein besseres persönliches Umfeld, manchmal auch gesundheitliche Gründe. Ein Wechsel des künftigen Ausbildungsorts allein gegen eine Geldsumme wirkt dagegen schon auf den ersten Blick fragwürdig – schließlich müsste die Gegenseite dafür ihre eigene, ebenso mühsam erkämpfte Zulassung aufgeben. Wer in dieser Situation Geld verlangt, nutzt eher die persönliche Drucksituation der anderen Person aus, als einen fairen Tausch anzubieten.

Warum uns diese Warnung wichtig ist

Diese Warnung ist kein neuer Einfall: Sie stand über 30 Jahre lang auf dem Vorgängerportal studienplatztausch.de, bevor dieses im Juli 2026 endgültig abgeschaltet wurde. Wir führen sie bewusst fort, weil sich am eigentlichen Problem nichts geändert hat – Studienplätze sind nach wie vor nicht käuflich, und wer dringend einen Tauschpartner sucht, ist genau deshalb anfällig für unseriöse Angebote.

Informiere dich zusätzlich über die rechtlichen Hintergründe des Studienplatztauschs im Ratgeber Rechtslage beim Studienplatztausch, und wenn an deiner Wunschuniversität kein regulärer Tausch mehr möglich ist, lies unseren Ratgeber zum Härtefallantrag. Verschaff dir mit unserem Chancen-Rechner eine realistische Einschätzung deiner Erfolgsaussichten und trag dein Tauschgesuch kostenlos ein.